Museum im Grünen Haus – Raum 12
Wie steuert man eine Ausstellung, ohne jeden Tag Handwerker zu brauchen?
Ausgangslage
Das Museum im Grünen Haus in Reutte zeigt wechselnde Ausstellungen – aber jede Neubestückung folgte demselben zermürbenden Ablauf: Tafeln abschrauben, Dübellöcher verschließen, Wände streichen, Elektriker bestellen. Für ein kommunales Museum ohne technisches Personal ist das kein Ablauf, sondern ein Hindernis. Die Frage war: Wie baut man eine Ausstellungsinfrastruktur, die das Team selbst bedient – ohne Werkzeug, ohne Handwerker, ohne IT?
Der Ansatz
Das Herzstück ist ein ergonomisch geformtes, hexagonales Multimediamöbel – begehbar für Kinder, die durch einen integrierten Tunnel in die Ausstellungswelt eintauchen. Alle drei Bildschirme sind darin untergebracht, jeder von einem Raspberry Pi angesteuert, verwaltet über ein eigens entwickeltes, browserbasiertes CMS. Exponate werden im werkzeugfreien Stecksystem positioniert, klimaüberwachte Vitrinen eingesteckt – keine Schraube, kein Elektriker. Den eigentlichen Schritt weiter macht das LED-Band an der Oberkante: jede LED einzeln steuerbar. Öffnet ein Besucher ein Objekt auf dem Bildschirm, leuchtet die LED-Sektion direkt über dem physischen Exponat auf – digitale Wissensdatenbank und reales Objekt werden räumlich verknüpft.
Bilder
Ergebnis
Ausstellungen lassen sich heute vollständig umbauen, ohne eine Wand zu berühren. Das Museumsteam pflegt Inhalte selbst – per Browser, ohne Einweisung, ohne Beauftragten. Was früher Wochen dauerte, ist jetzt ein Nachmittag.
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