Raum 12

Die Frage
Raum 12 liegt im denkmalgeschützten Museum Grünes Haus in Reutte, unter einer historischen Stuckdecke.
Als Geierwally-Raum war er thematisch belegt, räumlich und didaktisch aber ohne klare Ordnung. Das Museum wollte lokale Inhalte in einer digitalen Datenbank zeigen und den Raum für wechselnde Ausstellungen selbst umbauen können. In die Substanz des Hauses sollte nicht eingegriffen werden.
Die Idee
Der Bildschirm ersetzt das Objekt nicht, er führt zu ihm zurück.
Zwei Touchscreens zeigen die Datenbank. Wird ein Eintrag gewählt, leuchtet an der Lochwand eine LED neben dem zugehörigen Objekt. Beide Bildschirme sitzen in einem Möbel in der Mitte des Raums, das die Technik aufnimmt und den Raum gliedert. Der eine liegt oben, geneigt und flächenbündig, für Erwachsene, der andere in einem Tunnel mit Sitzbank für Kinder.
Das Ergebnis
Wand und Möbel sind eingestellt und lassen sich wieder entfernen.
Die Lochwand aus Birke-Multiplex auf einer Unterkonstruktion aus Fichte trägt Objekte, Vitrinen, Leuchten und Texte, die sich umhängen lassen. Sockel und Möbelteile sind aus grau beschichtetem Multiplex, die Stuckdecke ist unberührt. Die erste Sonderausstellung im Raum galt der Via Claudia Augusta. Für die zweite, zu Ludwig Schmid-Reutte, hat das Museum die Wand selbst neu belegt.
Projektdaten
- Auftraggeber
- Stadtgemeinde Reutte, Museum Grünes Haus
- Planung
- ab April 2024, fertig 2025
- Material
- Birke-Multiplex, Fichte, grau beschichtetes Multiplex
- Tischlerei
- Mariacher, Ehrwald
- Malerei
- Hornstein & Co KG, Reutte
- Planung und Multimedia
- Marcel Gladbach
Heiterwang, 2025Nächstes Projekt: Haus am Garten
Kontakt
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