Büroumbau · Wettbewerb · 2026
Weniger Wand,
mehr Raum
Ein Büroumbau, der den Raum nicht unterteilt, sondern organisiert.
Die zentrale Idee
Der Entwurf basiert auf einem einfachen Prinzip: Anstatt den Raum durch Wände, Flure und einzelne Möbel zu zerteilen, werden alle dienenden Funktionen in einem einzigen raumbildenden Element gebündelt.
Archiv, Küche, Stauraum, Garderobe, Arbeitsplätze und Infrastruktur werden Teil eines zentralen Kerns. Der Raum bleibt offen — aber klar organisiert.
Weniger Wand, mehr Raum
Der Entwurf ersetzt klassische Trennwände durch räumliche Organisation. Dadurch entstehen: mehr Nutzfläche, weniger Erschließung und eine deutlich höhere Anpassungsfähigkeit.
Der Raum kann arbeiten, Besprechung, Workshop oder Veranstaltung sein — ohne umgebaut werden zu müssen.
Der Raum bleibt lesbar
Trotz seiner Offenheit bleibt der Raum klar gegliedert. Das Kernmöbel erzeugt Sichtschutz, akustische Abschirmung und Orientierung, ohne die Großzügigkeit des Bestands zu verlieren.
Die ehrliche Hülle
Bestand nicht verstecken.
Der bestehende Bodenbelag wird entfernt. Der darunterliegende Estrich bleibt sichtbar, wird ausgebessert, geschliffen und versiegelt.
Der Entwurf versucht nicht, den Bestand zu überdecken, sondern seine vorhandene Materialität weiterzuverwenden.
Der Kern
Ein Möbel als Infrastruktur.
Das zentrale Möbelstück wird als präzise, tragfähige und langlebige Struktur gedacht. Baubuche ermöglicht große Spannweiten, schlanke Bauteile und hohe Belastbarkeit bei geringem Materialeinsatz. Das Möbel ist nicht Ausstattung — sondern Architektur.
Radikale Konsolidierung
Der Entwurf reduziert nicht Funktionen — sondern ihre Anzahl an Einzelteilen. An die Stelle vieler separater Elemente tritt eine einzige integrierte Struktur.
Anpassungsfähigkeit
Ein Raum für wechselnde Nutzungen.
Der Raum bleibt bewusst offen. Zusätzliche Möbel können im Kern gelagert und je nach Nutzung ergänzt werden. Dadurch entsteht keine starre Bürolandschaft, sondern ein anpassungsfähiger Rahmen für unterschiedliche Arbeitsformen.
Wirtschaftlichkeit
Die Reduktion auf wenige, hochintegrierte Eingriffe verringert: Bauzeit, Materialeinsatz und Ausbauaufwand. Der Entwurf versucht, räumliche Qualität nicht durch mehr Bauteile, sondern durch präzisere Organisation zu erzeugen.
Der Entwurf versteht Innenraum nicht als Ansammlung einzelner Räume, sondern als zusammenhängende räumliche Struktur. Weniger Wand schafft nicht Leere — sondern Möglichkeiten.