Raum 12
Wie kann ein Museum Wissen zeigen,
ohne Technik in den Vordergrund zu stellen?
Der ehemalige „Geierwally-Raum" hatte innerhalb der Dauerausstellung keine klare Funktion mehr.
Das neue Konzept verbindet physische Exponate, Licht und digitale Inhalte zu einem räumlichen Wissenssystem.
Die Technik sollte dabei möglichst nicht als Technik erscheinen — sondern selbstverständlich Teil der Erfahrung werden.
Ein Raum der reagiert,
ohne Aufmerksamkeit zu verlangen.
Besucher wählen Inhalte über ein browserbasiertes Interface.
Licht markiert die passenden Exponate direkt im Raum. Die Ausstellung bleibt dadurch flexibel, ohne täglich umgebaut werden zu müssen.
Nicht Bildschirm und Raum stehen nebeneinander — der Raum selbst wird Teil der Orientierung.
Eine Infrastruktur statt einer fertigen Ausstellung.
Das Lochraster-System bildet die räumliche Grundlage des gesamten Raums.
Exponate, Licht, Klimavitrinen und digitale Ebenen lassen sich direkt integrieren und verändern — ohne den Raum jedes Mal neu bauen zu müssen.
Dadurch entsteht keine statische Szenografie, sondern ein langfristig anpassbares Ausstellungssystem.
Licht als Orientierung.
Licht dient nicht nur der Atmosphäre, sondern auch der Orientierung.
Plexi-Lichtleiter markieren ausgewählte Exponate direkt im Stecksystem und verbinden physische Objekte mit digitalen Inhalten.
Die Technologie bleibt dabei möglichst ruhig und reduziert.
Wandelbare Systeme
für empfindliche Inhalte.
Für empfindliche Exponate wurden steckbare Klimavitrinen mit passivem Trockensystem entwickelt.
Die Vitrinen integrieren sich direkt in das Lochraster-System und können für wechselnde Inhalte neu positioniert werden.
Dadurch bleibt die Ausstellung langfristig anpassbar — ohne ihre räumliche Identität zu verlieren.
Wissen auf Augenhöhe.
Ein zweites Display wurde direkt in den Kindertunnel integriert.
Nicht als separates Gerät — sondern als Teil des Möbels und der räumlichen Erfahrung.
Die Ausstellung schafft dadurch unterschiedliche Zugänge für Kinder und Erwachsene, ohne den Raum in getrennte Bereiche aufzuteilen.
Der Raum bleibt veränderbar.
Raum 12 wurde nicht als fertige Ausstellung entwickelt.
Das System kann auf neue Themen, Sonderausstellungen und zukünftige Inhalte reagieren — räumlich, technisch und organisatorisch.
Die Ausstellung bleibt dadurch offen für Veränderung, ohne ihre räumliche Klarheit zu verlieren.
Gute Räume müssen nicht alles festlegen.
Sie müssen Bedingungen schaffen,
unter denen unterschiedliche Dinge entstehen können.