Museum Grünes Haus · 2025

Raum 12

Wie kann ein Museum Wissen zeigen,
ohne Technik in den Vordergrund zu stellen?

Der ehemalige „Geierwally-Raum" hatte innerhalb der Dauerausstellung keine klare Funktion mehr.

Das neue Konzept verbindet physische Exponate, Licht und digitale Inhalte zu einem räumlichen Wissenssystem.

Die Technik sollte dabei möglichst nicht als Technik erscheinen — sondern selbstverständlich Teil der Erfahrung werden.

Raumübersicht Raum 12 — Atmosphäre
Besucherbewegung — Erwachsene / Kinder · Wege · Aufenthaltszonen

Ein Raum der reagiert,
ohne Aufmerksamkeit zu verlangen.

Besucher wählen Inhalte über ein browserbasiertes Interface.

Licht markiert die passenden Exponate direkt im Raum. Die Ausstellung bleibt dadurch flexibel, ohne täglich umgebaut werden zu müssen.

Nicht Bildschirm und Raum stehen nebeneinander — der Raum selbst wird Teil der Orientierung.

Holzkonstruktion und Stuckdecke — neue Schicht über alter
Ausstellungswand mit LED-Band und steckbaren Vitrinen

Eine Infrastruktur statt einer fertigen Ausstellung.

Das Lochraster-System bildet die räumliche Grundlage des gesamten Raums.

Exponate, Licht, Klimavitrinen und digitale Ebenen lassen sich direkt integrieren und verändern — ohne den Raum jedes Mal neu bauen zu müssen.

Dadurch entsteht keine statische Szenografie, sondern ein langfristig anpassbares Ausstellungssystem.

Detail Lochraster — Steckverbindung
Hexagonales Möbel — Plexi und Holz
Objekt Licht Display
Wechselausstellung Locum Anni 2025

Licht als Orientierung.

Licht dient nicht nur der Atmosphäre, sondern auch der Orientierung.

Plexi-Lichtleiter markieren ausgewählte Exponate direkt im Stecksystem und verbinden physische Objekte mit digitalen Inhalten.

Die Technologie bleibt dabei möglichst ruhig und reduziert.

Lichtdetail — LED und Dunkel
Licht-Schema — LED-Band, Lichtleiter, Strahlungsmuster

Wandelbare Systeme
für empfindliche Inhalte.

Für empfindliche Exponate wurden steckbare Klimavitrinen mit passivem Trockensystem entwickelt.

Die Vitrinen integrieren sich direkt in das Lochraster-System und können für wechselnde Inhalte neu positioniert werden.

Dadurch bleibt die Ausstellung langfristig anpassbar — ohne ihre räumliche Identität zu verlieren.

Klimavitrine — Material und Verbindung

Wissen auf Augenhöhe.

Ein zweites Display wurde direkt in den Kindertunnel integriert.

Nicht als separates Gerät — sondern als Teil des Möbels und der räumlichen Erfahrung.

Die Ausstellung schafft dadurch unterschiedliche Zugänge für Kinder und Erwachsene, ohne den Raum in getrennte Bereiche aufzuteilen.

Hexagonales Möbel mit Kindertunnel — Wissen auf Augenhöhe
Wissensbeziehungen — Objekt ↔ Touchscreen ↔ LED ↔ Raum

Der Raum bleibt veränderbar.

Raum 12 wurde nicht als fertige Ausstellung entwickelt.

Das System kann auf neue Themen, Sonderausstellungen und zukünftige Inhalte reagieren — räumlich, technisch und organisatorisch.

Die Ausstellung bleibt dadurch offen für Veränderung, ohne ihre räumliche Klarheit zu verlieren.

Gute Räume müssen nicht alles festlegen.
Sie müssen Bedingungen schaffen,
unter denen unterschiedliche Dinge entstehen können.

Museum Grünes Haus Reutte · 2025

Ausstellungsgestaltung Möbelsystem Lichtsteuerung Digitale Vermittlung Sonderausstellungssystem